HTU goes DIE STADT OHNE

Ausstellung & Film am 14.11.: „Die Stadt ohne Juden“

Im Zuge der Novemberpogrome am 9./10. November 1938 wurden in Wien 27 Juden und Jüdinnen ermordet, 88 schwer verletzt und misshandelt und Tausende delogiert und verhaftet. Anlässlich des 80. Jahrestages der Novemberpogrome wird für TU-Student_innen eine Vorführung des Films „Die Stadt ohne Juden“ sowie ein Besuch der Ausstellung DIE STADT OHNE angeboten.

Der Roman „Die Stadt ohne Juden“ von Hugo Bettauer (1922) beschrieb die utopische Vorstellung einer Vertreibung der Juden aus Wien. Die Verfilmung durch Hans Karl Breslauer (1924) wurde bereits von Störaktionen der Nationalsozialisten begleitet. Der Aufstieg der NSDAP in Österreich mündete im sogenannten „Anschluss“, gefolgt von den Novemberpogromen 1938 und der Vertreibung und Ermordung der mitteleuropäischen Jüdinnen und Juden im Holocaust.

Die Ausstellung begleitet die Veröffentlichung der neu restaurierten Version des Stummfilms. Dabei wird dieses einzigartige Zeitdokument nicht nur in der Geschichte der Ersten Republik verortet, sondern auch in der gesellschaftlichen Wirklichkeit der Gegenwart. Basierend auf einzelnen Filmszenen vermittelt die Ausstellung zwischen Damals und

Heute: sie zeigt, wie Ausschlussmechanismen der Gesellschaft funktionieren und zeichnet die einzelnen Stufen des Ausgrenzungsprozesses nach: von der Polarisierung der Gesellschaft bis hin zum endgültigen Ausschluss der neu geschaffenen „Sündenböcke“.

Weitere Informationen zu Ausstellung & Film:

https://www.filmarchiv.at/program/exhibition/die-stadt-ohne/

Die Kosten für den Besuch werden von der HTU übernommen.

Anmeldung zur Veranstaltung:

https://htu.at/limesurvey/index.php/853882?lang=de